Burg Rodenstein digital

Großes Interesse und Begeisterung löste die dreidimensionale Darstellung der Fränkisch-Crumbacher Burg Rodenstein bei seiner ersten öffentlichen Präsentation aus. Die Interessengemeinschaft Heimatmuseum Fränkisch-Crumbach hatte zu dieser Sonderveranstaltung am dritten Advent 2016 ins Crumbacher Heimatmuseum eingeladen, und die Resonanz war groß.

 

Marina Bade, Studentin an der Hochschule Darmstadt, hat in mühevoller Kleinarbeit basierend auf der bekannten Zeichnung von Valentin Wagner aus dem Jahre 1634 am Computer ein Modell der Burgruine entwickelt, das den zeitgenössischen Zustand der Burganlage aus diesem Jahr darstellt. Das elektronische Modell ist so ausgefeilt, dass eine dreidimensionale Darstellung aus verschiedenen Blickwinkeln und sogar eine virtuelle Fahrt durch und um die Anlage herum ermöglicht wird. Rauch steigt aus den Schornsteinen auf, das Mühlrad dreht sich, angetrieben durch den Wasserzulauf. Regen tropft von den Dächern - Zeichen, dass es soeben geregnet hat. Diese lebendige Darstellung, wie sie zuvor nie zu sehen war, regte zahlreiche Besucher zu vielen Fragen an die beim Besuch der Ruine wohl nicht gestellt worden wären.

 

Für die Studentin aus Paderborn war diese komplexe Arbeit zunächst allenfalls als Beschäftigung für die Semesterferien gedacht. Doch daraus kann nun mehr werden, denn für sie ist das Projekt eine herausragende Basis und Referenz für weitere Aufgaben. Für die Interessengemeinschaft ist es ein Meilenstein für die weitere Entwicklung des Museums. Denn dort steht eine komplette Neugestaltung und thematische Neuausrichtung an. Der Fokus der neuen Dauerausstellung wird in neu gestalteten Räumen auf „Crumbacher“ Themen ausgerichtet sein. Und das sind nun einmal vor allem  „Die Rodensteiner und ihre Burg“.  Es ist vorgesehen, dass die animierte dreidimensionale Darstellung der „Burg Rodenstein“ zu einem festen Bestandteil des neuen Museums gehören wird.

 

Beim Weihnachtsmarkt 2017 war es jedermann möglich selbst in der digitalen Burg zu bewegen. Durch die freundliche Unterstützung der Sparkasse und Entega Stiftungen als auch der lokalen Firmen Klinger und Born und Kelterei Krämer konnte das Heimatmuseum die nötigen Geräte dafür kaufen.